Programm

Donnerstag, 26.08.2021

-> ab 19 Uhr AJZ Kita(Garten): Filmabend

Film über die Hausbesetzer*innen Szene in Potsdam

SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume

Das Projekt „SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume“ beleuchtet einen Teil der Potsdamer
Stadtgeschichte, der vor der historischen Kulisse der Stadt oft nicht sichtbar ist. Potsdam scheint zunächst eine Stadt zu sein, die sich durch ihre touristisch vermarktete preußische Vergangenheit auszeichnet. Doch dass die Landeshauptstadt auch eine ausgeprägte sub- und alternativkulturelle Szene hat, ist vielen Menschen, sowohl Potsdamer*innen, als auch Tourist*innen häufig nicht bewusst. Um zu zeigen, wie vielfältig die Kulturlandschaft Potsdams jedoch ist, haben wir einen Dokumentarfilm über sub- und alternativkulturelle Projekte und Initiativen, die aus den Hausbesetzungen der 1990er-Jahre entstanden sind, gedreht. Der Film zeigt, unter welchen Bedingungen sich die Projekte entwickelt haben, welche kulturellen Zentren und kreativen Räume daraus hervorgegangen sind und welche Wünsche, Ziele und Bedürfnisse die Szene prägen. Der Film deckt ein breites Meinungsspektrum ab.

Website || Trailer

— leckeres Popcorn und Nachos mit veganer Chilli Cheese Sauce gegen Spende – alle Einnahmen fließen in Repressionskosten —

Freitag 27.08

Workshops / Inputs // Anlaufpunkt -> AJZ Kita (LaCasa)

-> ab 16 Uhr: Cryptostand (technische Geräte nicht vergessen!)

-> 15 – 17 Uhr: Rückblick: Die letzten 10 Jahre Marzahn-Hellersdorfer Geschichte aus autonomer Perspektive

Brauner Dienstag. „Besorgte Bürger“. Gescheiterte Künstler. Nazis und Spirituosen. Die letzten 10 Jahre haben in Marzahn-Hellersdorf viele Geschichten zum Erzählen gegeben. Der Vortrag geht auf die großen Themen und die kleinen, teilweise kaum beachteten Momente ein. Vollständigkeit unmöglich.

-> 17 – 19 Uhr: Zwangsräumungen verhindern!

Das Bündnis Zwangsräumung verhindern besteht aus Leuten die Mieterhöhungen, Verdrängung und Zwangsräumungen nicht weiter hinnehmen wollen. Wir sind solidarisch mit Betroffenen und engagieren uns für die Abschaffung von Zwangsräumung im Allgemeinen und im Einzelfall.

-> 18 – 20 Uhr: Antifaschismus in Russland

Zu Beginn zeigen wir den knapp einstündigen Film „Sad but True“ (RUS, dt. UT) über die Situation in Moskau Anfang der 2000er Jahre, als Antifaschist*innen, Punks und Migrant*innen regelmäßig Angriffen ausgesetzt waren. Um dem etwas entgegen zu setzen begann ein kleiner Kreis um Ivan Khutorskoj damit, Selbstverteidigung zu organisieren. Sein Engagement bezahlte Ivan schließlich mit seinem Leben, als er 2009 vor seinem Wohnhaus von einem Neo-Nazi erschossen wurde.

Im Abschluss an den Film sprechen wir mit einer Anarchistin aus Russland darüber, was sich seitdem verändert hat und wie die heutige Situation ist. Das Gespräch findet digital statt und wird ins Deutsche übersetzt. Eure Fragen sind willkommen!

-> 19 – 21 Uhr: Aktionstraining Wahlkampf Edition

Stört dich das „Dritte-Weg“-Plakat direkt vor deiner Haustür, aber du weiß nicht genau, was du dagegen unternehmen kannst? Möchtest du wissen, wie du die AfD (deren Mitglieder gern zur Weinerlichkeit neigen, wenn man sie kritisiert) (deren Mitglieder gern zur Weinerlichkeit neigen, wenn man sie kritisiert) (deren Mitglieder gern zur Weinerlichkeit neigen, wenn man sie kritisiert) (eine rechtsextreme, in Teilen antisemitische und fremdenfeindliche Partei) dabei stören kannst, ihre menschenverachtende Hetze an Wahlkampfständen an die Leute zu bringen? Oder findet auch an deiner Schule eine Veranstaltung statt, bei der rechten Hetzern eine Bühne gegeben wird? Dann komm zum Aktionstraining – Spezial zu Wahlkampfthemen. Eingeladen sind Neulinge und Erfahrene, Einzelpersonen sowie bestehende Bezugs- und Aktionsgruppen, die sich gemeinsam vorbereiten wollen, um im Wahlkampf aktiv zu werden. Inhalt des Trainings sind zum einen die verschiedenen Ebenen des Wahlkampfes und die darauf angepassten Aktionsformen. Abgerundet wird das Training durch einen Input, wie wir uns gegen mögliche Repression schützen können. #afdkaputt

-> ab 20 Uhr: Vernetzungsrunde PostOst Migrantifa

Im Rahmen der Plattenaktionstage bietet die PostOst Migrantifa Berlin einen Slot zum Austauschen und Vernetzen für Menschen aus dem (süd)osteuropäischen und/oder dem postsowjetischen Raum an. Das soll ein safer space für Menschen mit Migrationsgeschichte sein, um sich (näher) kennenzulernen und sich zu Erfahrungen mit Migration und politischen Themen auszutauschen. Themen wie Antislawismus, Migratismus, weiß und migrantisch sein, Diskriminierungsbegriffe für den deutschen Raum, usw. können hier diskutiert werden.
Die PostOst Migrantifa freut sich auf euch!

Wer ist PostOstMigrantifa?

 

Samstag 28.08.2021

Aktionstag

ab 11 Uhr: Brunch, Vernetzung, Chillen

14 Uhr: Demo S-Bahnhof Mehrower Allee

Unsere Demo unter dem Motto „Friede den Plattenbauten – Krieg dem Faschismus – Kämpfe verbinden“ rückt immer näher und wir möchten euch mit dieser Nachricht ein Update geben.

Wir haben uns ein einheitliches Farbkonzept für den Frontblock ausgedacht.
Dafür wird es türkisfarbene FFP2 Masken beim Lauti geben.

Wir möchten euch darum bitten, euch auf unserer Demonstration in Reihen zu organisieren, das dient zum einen dem Zweck, dass wir uns dadurch organisiert präsentieren, zum anderen schützt es die Demoteilnehmer:innen vor Übergriffen durch die Staatsmacht.

Kommt am besten zu den Vortreffpunkten 12.30 Uhr am S Zoologischer Garten und 13.15 Uhr am S Lichtenberg mit und bringt eure Freund:innen mit.

Wenn ihr die Veranstaltung verlasst, achtet darauf, dass ihr nicht alleine seid um euch vor Übergriffen durch die Staatsmacht zu schützen..

 

ab ca 18: Uhr KüFa + Konzert mit:

 Plaeikke , MCE und Warna Riot

 

Sonntag 29.08.2021

 

Workshops / Inputs // Anlaufpunkt -> AJZ Kita (LaCasa)

-> ab 11 Uhr: Cryptostand (technische Geräte nicht vergessen!)

-> 11-13 Uhr: Wie Leipzig zu deinem Mythos kam und was bis heute dran ist.

Inhaltlicher Abriss über die Geschichte der Autonomen und Linken Bewegung in Leipzig. Welche Gegebenheiten dazu führten, dass sie den medialen Ruf haben der ihnen heute anhängt.

 

-> 11 – 13 Uhr: Anarchist vor 100 Jahren

Wie lebten Anarchisten in Deutschland vor rund 100 Jahren? Was waren ihre Intentionen? Welche Ziele verbinden uns heute mit den frühen Anarchisten, die für eine freien Gesellschaft und gegen den repressive Zustände im Kaiserreich und später den Kampf gegen den Nationalsozialismus entschlossen führten? Auf dieser spannenden Spurensuche begegnen wir der Vielfalt der Strömungen und Gruppen, ihre Kampfmethoden und Wirkungen und stellen ihren bleibenden Beitrag zu den emanzipatorischen Bewegungen der Moderne vor.

-> 13 – 15 Uhr: 100 грамм Podcast – https://100gramm.noblogs.org/

In unserem Podcast 100 грамм sprechen wir über unsere postsowjetischen Zuwanderungsgeschichten und betten diese in einen materialistischen Kontext ein. In der aktuellen Podcast-Folge sprechen wir über das Leben in sowjetischen Platten. Wir fragen uns, wie sich die Wohnverhältnisse in der Sowjetunion historisch entwickelt haben und von unseren Familien erlebt wurden, was die Ankunft in Deutschland in diesem Kontext bedeutete und warum der Markt auch in der Wohnungsfrage überhaupt nichts regelt.

-> 15 – 16:30 Uhr: NoNationTruck – Zur Lage an den europäischen Grenzen: Frankreich/ England und Frankreich/ Italien

Zur Lage an den europäischen Grenzen: Frankreich/ England und Frankreich/ Italien

Dieser Input beschäftigt sich mit der Situation flüchtender Menschen an den Grenzorten Calais (Frankreich) und Oulx (Italien). Flucht auf der Balkanroute und über das Mittelmeer ist ein bekanntes Thema. Unser Blick wandert dieses Mal kurz vor die eigene Haustür. Beide Orte liegen in beliebten Urlaubsgebieten. Hier prallen unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinander. Wir klären zudem: Wie verhält es sich mit der neuen innereuropäischen Außengrenze in Calais?
Wie findet die Flucht über den Ärmelkanal statt? Wie über die französisch/italienischen Alpen? Nach einem ein Input gibt es eine offene Fragerunde Erfahrungsaustausch.

-> 17-19 Uhr: JugendKommune Şehid Sara Dorşin und Women Defend Rojava 

Es wird von der JugendKommune Şehid Sara Dorşin und Women Defend Rojava einen Input zur gegenwärtigen Lage in Kurdistan geben. Dabei wollen wir mit euch über die Geschichte Kurdistans und der Rolle Deutschlands als Kolonialmacht darin reden, den Stellenwert der Geschlechterbefreiung in der Lösungslerspektive der Freiheitsbewegung darlegen, um auf das hier und jetzt zu kommen, sprich: Krieg in Kurdistan. Warum sind unsere Hoffnungen auf eine gerechtere Welt und emanzipierte Gesellschaft betroffen und was können wir hier eigentlich tun, wo doch Kurdistan so weit weg scheint.

Wir freuen uns auf den Dialog

-> 17 – 19 Uhr: Riders United – Gewerkschaft als Plattform (FAU)

# ENGLISH
Since almost two years some delivery workers are meeting several times per month. Its mostly couriers („rider“) who meet to help each other to survive the work they are doing without permanently damaging their bodies and souls. We find protection and ways to resist constant attacks on our working conditions. In germany, our companies and in the streets of berlin we find discrimination, harresment, physical and psychical violence. We suffer from a system of laws, institutions and structures that makes us very vulnerable and exploits this vulnerabilities.  Without connecting and communicating with other workers our work would be much harder.

We are rider of the Free Workers Union (FAU) Berlin and want to discuss what it means to be a rider and a worker and how workers can fight a system that suppresses and exploits us.

# DEUTSCH
Seit fast zwei Jahren treffen sich einige Lieferant*innen mehrmals im Monat. Meistens sind es Kuriere („Rider“), die sich treffen, um sich gegenseitig zu helfen, die Arbeit zu überleben, die sie verrichten, ohne ihren Körper und ihre Seele dauerhaft zu schädigen. Wir finden Schutz und Wege, um uns gegen die ständigen Angriffe auf unsere Arbeitsbedingungen zu wehren. In Deutschland, in unseren Betrieben und auf den Straßen Berlins erfahren wir Diskriminierung, Belästigung, physische und psychische Gewalt. Wir leiden unter einem System von Gesetzen, Institutionen und Strukturen, das uns sehr verwundbar macht und diese Verwundbarkeit ausnutzt.  Ohne die Vernetzung und den Austausch mit anderen ArbeiteR*innen wäre unsere Arbeit viel schwieriger.

Wir sind Fahrer*innen der Freien Arbeiter*innen Union (FAU) Berlin und wollen diskutieren, was es bedeutet, ein*e Fahrer*in und ein*e Arbeiter*in zu sein, und wie Arbeiter ein System bekämpfen können, das uns unterdrückt und ausbeutet.

-> 18 – 20 Uhr: Sportworkshop Hüftmobilisation

Keine Vorkenntnisse notwendig, der Workshop findet in einem Innenraum statt.

 

 

Stände

-> Cryptostand

Freitag und Sonntag über den Tag unterstützen euch erfahrene Menschen bei Fragen nach sicherer Kommunikation, anonymem surfen im Netz und Verschlüsselung. Bringt dafür eure technischen Geräte wie Handy und Laptop sowie einen Stick (mind. 2 GB) mit.

> Kaffeestand

Leckerer Kaffee und Kuchen – der Erlös fließt in Bleiberechtskämpfe und die damit verbundenen Kosten.

-> Merch

Du wolltest schon immer ein Plattenaktionstage T-Shirt haben? Bei den Plattenaktionstagen wird es einen Stand mit einer kleine Auflage an selbst bedruckten Shirts geben. Außerdem könnt ihr euch dort mit Infomaterial zu Gruppen und Projekten und Stickern versorgen.